Suche nach dem Glück (4)

Liebe Leser,

es ist echt traurig zu sehen wenn man als außenstehender sieht, wie sich andere Menschen nur selbst anhimmeln können. Natürlich, man soll sich in seiner haut wohl fühlen und es ist auch ein gutes Recht zu sagen das man selbst auch etwas drauf hat, aber wenn man damit richtig Prahlt, denke ich mir auch meinen Teil. Denn man kann nicht perfekt sein. Man hat immer Dinge bei denen man immer scheitert. Wenn man die eigenen Fehler zusätzlich nicht mal zugeben kann, ist echt zu bemitleiden.

Ihr fragt euch sicher wie ich auf das komme. Gestern habe ich die An- und Auslaute im Chinesischen notiert und gelernt. Heute wollte ich das ganze wiederholen damit ich die erste Übung beginnen konnte. Also nahm ich dazu mein Heft aus meiner Tasche und hab mich auf den Boden vor den Computerraum gesetzt – wir hatten grade Mittagspause und keine Klasse, als mussten wir eben vor dem Raum warten bis die Lehrkraft kommt, also nicht wundern warum ich keinen Sessel genommen habe.

Und dann kam so ein Ober-Intelligenter Idiot der mir vorschreiben wollte wie ich Chinesisch lernen sollte, obwohl der Typ nicht mal richtig Englisch, geschweige denn Deutsch kann. Denn wer eine 4 in Deutsch hat – vor allem bei einem Lehrer bei dem man jede Stunde einfach einen kurzen Text laut lesen muss, ist echt schlecht auf der Schiene. Denn er meinte das ich falsch lerne. Das erste was ich lernen sollte ist zu zählen. Die ersten Vokabeln sozusagen.

Nur hat er wohl nicht verstanden, dass ich keinen Lehrer habe der hinter mir herläuft und mir sagt wie man ein Wort ausspricht. Und diese komischen Zeichen muss ich ja auch verstehen. Ich hab also ein Beispiel genommen und hab ihn vorlesen lassen. Er kann es ja besser. Und was hat er gelesen?  “Schui“ hat er gesagt. So packte ich diese Situation am Schopf und meinte „Ja genau, und wenn man keinen Lehrer hat wie ich, spreche ich das genauso Scheiße aus wie du. Denn das ist so falsch wie blaue Hundekacke am Mond.“  (Für die Sprachinteressierten unter euch, im Chinesischen spricht man „Shui“ wie das Englische Wort „way“ aus. Also ganz anders als man vermutet).

Er kam sich so gut vor… und jetzt war er der kleine Hase und ich der starke.

Und jetzt die Lektion auf die ich Hinaus will. Denn in diesem Augenblick war ich irgendwie Glücklich zu sehen, dass ich als „schwache“ Person stark wurde und Selbstbewusstsein Tankte. Vor allem wenn er mich die ganze Zeit so blöd anmacht. Und das kennst du sicher genauso wie ich und alle anderen um dich herum. Die Lektion in diesem 4ten Teil ist folgende:

Lektion 4:
Viele Leute, denken, dass Glück bedeutet, reicher oder mächtiger zu sein

Und ich glaube damit treffe ich den Nagel auf den Kopf. Denn sehen wir uns „das Pferd“ an. Das ist der Spitzname für einen Klassenkollegen der sich jeden Tag von seinem Vater mit einem 100.000€ Auto abholen lässt. Er hat viel Geld und ist Glücklich. Denn er kauft sich jede Woche eine neuen iPod. Ist er dann Glücklich?

Ich glaube nicht… denn wenn er Glücklich wäre, würde er sich mit dem Gerät zufrieden geben und kein neues kaufen. Und ich glaub nicht das seine iPods alle vollgestopft sind und keinen Speicher mehr haben. Denn dann kopiere ich eben alle paar mal die Musik rauf die mir gefällt und lösch den Rest. Vielleicht ist er sogar bedrückt. Aber das kann ich nicht beurteilen.

Zumindest ist es oft so… Es gibt Menschen die sind froh einen Euro mehr in der Tasche zu haben als nötig. Aber ander schon wenn sie überhaupt ein paar Cent zum Ernähren haben. Und darum bin ich mir sicher, das diese Lektion 4 und darauf eben dieser Blog zeigt, dass Macht nicht alles ist was man haben kann. Gefühle und Emotionen spielen eine große Rolle. Und auch wenn es mal schief geht, ist es ein Glücksgefühl trotzdem aufzustehen und weiter zu gehen.

Lest mich bald wieder
Markus

~ von mmarkus91 am 11. November 2008.

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